Abstract
Die Einleitung übersetzt die frühere Fragestellung der Diplomarbeit in eine gegenwartsbezogene Forschungsfrage, ohne den alten Problemkern preiszugeben. Sie zeigt, dass es unter KI-Bedingungen nicht mehr ausreicht, nur nach Qualifikation oder Marktchancen zu fragen, sondern nach der Kontrolle über jene Infrastrukturen, die Fähigkeiten überhaupt erst rentenfähig machen. Der Titel fungiert dabei als verdichtete These: s-KI-lled out bezeichnet eine Ordnung, in der Fähigkeiten, Daten, Aufmerksamkeit und Sorgeleistungen in rentenförmige Verwertungszusammenhänge eingespeist werden. Soziologisch hat die Einleitung die Aufgabe, den Problemhorizont zu öffnen und die begriffliche Verschiebung von Skill zu Rentenmacht deutlich zu machen. Zugleich führt sie die Leser:innen durch die vier Teile der Arbeit und macht deren innere Abfolge plausibel. Im Gesamtwerk bildet sie den Übergang zwischen Sanierungsprogramm und eigentlicher Argumentation. Sie ist damit die Schwelle, an der aus Projektlogik ein theoretisch geführtes Buch wird.
Runde 2: Inhaltliche Anreicherung
Die Einleitung sollte den Titel als kontrollierte Irritation entfalten: Wer nur an Ersetzung durch KI denkt, greift zu kurz. Das Wortspiel s-KI-lled out trägt erst dann, wenn es von der Entwertung einzelner Skills zur Frage führt, wer die Bedingungen der Verwertung kontrolliert.
Die Forschungsfrage kann als Verschiebung formuliert werden: Von der Frage, welche Kapitalformen Klassenlagen prägen, hin zur Frage, welche Kapitalformen unter KI-Bedingungen rentenfähig werden und welche Gruppen die dazugehörigen Risiken tragen.
Für die Seitenlogik ist wichtig, dass die Einleitung nicht alle Theorieachsen ausbreitet. Sie sollte den Denkweg markieren: Fall klären, Irritation setzen, Begriffe vorbereiten, Theorie rekonstruieren, Gegenprüfung einbauen und erst dann zum aktualisierten Modell gelangen.